Warum Gedanken oft stärker sind als Medizin

Dem Volksmunde nach können Gedanken Berge versetzen. Aber was hat das mit Medizin zu tun?
Die amerikanische Ärztin und Bestseller-Autorin Dr. Lissa Rankin erklärt in ihrem Buch Mind over Medicine anschaulich, wie die Schulmedizin und das Phänomen der Selbstheilung miteinander vereinbar sind und was die Wissenschaft mittlerweile darüber weiß.
Heutzutage existieren schon zahlreiche Studien, die belegen, dass der Placebo-Effekt eine bisher lange unterschätzte Macht hat, die man gezielt für die Gesundung als auch präventiv einsetzen kann.
Die gesammelten Daten beweisen, dass man sich also regelrecht gesund denken kann. Patienten, die mit Placebos behandelt wurden, fühlen sich nicht nur besser, es traten auch noch andere messbare, physiologische Phänomene auf: beispielsweise gingen Entzündungen zurück, Haare wuchsen wieder und Geschwüre heilten.
Natürlich funktioniert es dann auch anders herum: Der Mensch kann sich krank denken, welches Forscher dann den Nocebo-Effekt nennen. Als Patienten eine Salzlösung injiziert wurde und man sie im Glauben lies es sei Chemotherapie, erbrachen sie und verloren sogar Haare.
Aber wie funktioniert das genau? Was passiert physiologisch und wie wirken sich positive und negative Gedanke und Gefühle auf den Heilungsprozess aus? Dr. Rankin erklärt, dass unsere Körper einen eingebauten Selbstheilungsmechanismus haben, der beispielsweise beschädigte Proteine und DNA reparieren und ein hormonelles Ungleichgewicht wieder ausgleichen kann. Diese Mechanismen erklären auch die sogenannten „Spontanheilungen“ nach scheinbar unheilbaren Krankheiten.
Ihr Buch beinhaltet ein wissenschaftlich fundiertes 6-Punkte-Programm zur Optimierung der eigenen Selbstheilungskräfte sowie nützliche Tools, um die Macht der Gedanken als Prävention einzusetzen. Sie plädiert für ein gemeinsames Vorgehen von Medizin, ganzheitlichen Methoden, persönlicher Verantwortung und dem selbstbewussten Einsatz eigener Fähigkeiten. Sie ist davon überzeugt, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers nur in einem entspannten Zustand optimal arbeiten können. Zu dieser ganzheitlichen Betrachtungsweise zählen die folgenden Aspekte:
  1. Konsequenter Stressabbau
  2. Regelmäßige Bewegung
  3. Gesunde Ernährung
  4. Harmonische Beziehungen privat & beruflich
  5. Spiritualität
  6. Kreativer Selbstausdruck
Um ihr erworbenes Fachwissen weiterzugeben, gründete sie 2013  das Whole Health Medicine Institute. Hier unterrichtet sie Ärzte, Krankenschwestern, Alternativmedizinern und Life Coaches und gibt ihren ganzheitlichen Ansatz der Mind-Body Medizin weiter, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu transformieren.
Eine tolle Frau, wie ich finde!
Viele Grüße, Inge
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