Quantenphysik und seine Weltanschauung

„Religion ohne Quantenphysik ist ein unvollständiges Abbild der Realität.“ – Dalai Lama
In der Quantenphysik, die ursprünglich für materielle Objekte konzipiert wurde, werden Objekte als Objekte dargestellt – Wellen. Wenn du ein Elektron im Ruhezustand in der Mitte eines Raumes platzierst, dann wird dieses Elektron laut Newtonscher Physik nicht an Ort und Stelle bleiben, sondern innerhalb weniger Momente überallhin im Raum expandieren. Wenn du aber ein dreidimensionales Raster mit Elektronendetektoren im ganzen Raum aufbaust, dann werden auch nicht alle Detektoren gleichzeitig anschlagen. Während eines Experiments wird nur ein Detektor anschlagen. Nur indem du viele identische Experimente machst, wirst du herausfinden, dass das Elektron nicht die ganze Zeit an einem Ort verweilt, wie ein kräftefreies Newtonsches Teilchen, sondern stattdessen im ganzen Raum auftaucht, mit variierenden Wahrscheinlichkeiten, die eine Glockenkurve bilden.
Natürlich interpretieren wir das als Beweis dafür, dass das Elektron sich ausbreitet, als Welle, außerhalb von Raum und Zeit. Wenn wir nachmessen, dann wird die zu einem Teilchen der Wirklichkeit; die vielen möglichen Aspekte der Welle fallen zu einem Aspekt zusammen.
Es gibt also nicht einen, sondern zwei Bereiche der Realität – einen für Möglichkeiten und einen für Tatsachen. Der Bereich der Tatsachen ist natürlich die Raumzeit; da der andere Bereich ja irgendwie „außerhalb” der Raumzeit sein muss. Diese Idee ist nicht gänzlich neu. Mystiker, besonders Mystiker aus dem fernen Osten, sprechen seit Jahrtausenden davon; sie nennen die beiden Bereiche transzendent und immanent (innewohnend). Psychologen aus dem Bereich, den man heutzutage Tiefenpsychologie nennt, haben das Konzept von unbewusst und bewusst. Es scheint als hätten wir diese essentielle Wahrheit zum dritten Mal in der Menschheitsgeschichte entdeckt und dieses Mal mit der absoluten Gewissheit basierend auf experimentellen Daten.
Aber weißt du was? Im Bereich der Möglichkeit werden keine Signale benötigt. Die signalfreie direkte Kommunikation im Bereich der Möglichkeit nennt man „nicht lokal“. Durch diesen nicht lokalen Bereich sind also alle Dinge miteinander verbunden. Das Getrenntsein, das wir erleben entsteht nur, weil wir normalerweise anhand lokaler Signale kommunizieren. Aber gelegentlich hat jeder die Erfahrung von augenblicklicher Kommunikation, wie zum Beispiel mentale Telepathie, gemacht.
Wenn es nicht lokale Kommunikation gibt, dann muss ein verursachendes Kraftfeld daran beteiligt sein. Der Forscher Ervin Lazlo nannte dieses Feld „Akashic-Feld“, in Anerkenntnis des esoterischen Ursprungs des Konzepts (Akasha bedeutet in Sanskrit „außerhalb von Raum und Zeit“). Aber wie gelangen wir von diesem Konzept zum Bewusstsein?
Du musst auf eine radikale neue Weise über das Bewusstsein denken: das Bewusstsein ist nicht getrennt von der Materie; es ist auch nicht aus Materie wie den Neuronen im Gehirn, gemacht. Das Bewusstsein ist der Seinsgrund, in der Materie als Wellen der Möglichkeit existiert. Der Weg zum Bewusstsein in der Quantenphysik ist das was die Menschen im fernen Osten „gyana“ (Weisheit) Pfad zur Spiritualität nennen.
Kurzfristig können wir versuchen das Christentum und andere religiöse Traditionen umzugestalten (als Teil des Quanten-Aktivismus), indem wir sie ermutigen die neue Wissenschaft der Spiritualität in ihre Praktiken aufzunehmen, damit sie effektivere und effizientere Erzeuger von positiver unterschwelliger und spiritueller Energie werden. Auf lange Sicht sollten wir versuchen uns vom Monopol der Religionen auf den Handel mit den Werten zu befreien.
Gastautor Dr. Akuma Saningong
Motivationsredner & Naturwissenschaftler
Die Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität
www.drsaningong.com
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